Yoga

Was ist Yoga?

Heute gibt es eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Yogastilen. Die meisten davon sind, zumindest in unseren Breiten, körperorientiert und damit Formen des Hatha Yoga. Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt Verbindung oder Integration. Es kann als Einswerden mit dem universellen Bewusstsein verstanden werden, das letztlich in uns selbst zu finden ist. In diesem umfassenden Verständnis ist Yoga eine spirituelle Achtsamkeitspraxis, die sich u.a. aus körperlichen Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und dem bewussten Sein im gegenwärtigen Augenblick (Meditation) zusammensetzt. Im Hatha Yoga spielen Atem (Prana) und Körperübungen (Asana) eine entscheidende Rolle.

Wie wirkt Yoga?

Yoga, regelmäßig praktiziert, macht den Körper dehnbar und kräftig. Die Ausgewogenheit von Stabilität und Beweglichkeit ist ein wesentlicher Aspekt der körperlichen Hatha Yogapraxis. Die unterschiedlichen körperlichen Übungen (Asanas) bringen nahezu alle Gelenke in ihren vollen Bewegungsradius, kaum beanspruchte Knorpel werden auf diese Weise massiert und mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt. In den Asanas wird gezielt Gewicht auf die Muskeln verlagert, dadurch wird die Knochenmasse trainiert und kann neu aufgebaut werden, wodurch Osteoporose vorgebeugt wird. Das Zusammenspiel von Bewegung mit einer tiefen, gleichmäßigen Atmung spricht den so genannten Ruhenerv (Parasympathikus) an. Das ist jener Teil des vegetativen Nervensystems, der die Muskeln in die Entspannung führt, die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt und die Verdauung verbessert. Ist der Parasympthikus aktiv, wirkt man der Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol entgegen. Ruhe und Gelassenheit werden gefördert. Der geschulte Einsatz von Atemübungen (Pranayama) vertieft die Atmung, die Sauerstoffaufnahme wird verbessert. Yoga hat eine sehr beruhigende Wirkung auf den Geist, macht den Kopf frei und verbessert die Körperwahrnehmung. Vor allem aber: Yoga macht Spaß! Probier es!

Ein wenig Geschichte…

Yoga ist auf drei unterschiedliche Tradtionslinien zurückzuführen, die miteinander in Zusammenhang stehen und aufeinander aufbauen:

  • Religiöses Yoga reicht ins Indien 700 Jahre v. Chr. zurück. Die Upanishaden, deren älteste Sammlung philosphischer Schriften auf diese Zeit datiert wird, beschreiben Atemübungen und das Zurückziehen der Sinne als Hilfsmittel der Meditation auf der Suche nach Erleuchtung.
  • Klassisch-philosophisches Yoga basiert auf den Yoga Sutras von Patanjali. Die zwischen dem 2. Jhdt. vor und dem 4. Jhdt. n. Chr. entstandenen 194 kurzen, auf vier Bücher verteilten Verse, bündeln die Essenz des Yogaweges. Die Kontrolle über Geist und Atem und werden als Raja Yoga, als königlicher Weg des Yoga beschrieben.
  • Hatha-Yoga rückt die Körperlichkeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die „Hathapradipika“, ein Text aus dem 15. Jahrhundert, legt die Techniken dar, die den Körper als effektives Mittel zum Erreichen der existentiellen und spirituellen Ziele des Yoga einbeziehen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich im Westen besonders Hatha Yoga verbreitet und weiterentwickelt.

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